Wie es funktioniert (6/8)

Säen, vorziehen oder pflanzen?

Ehe du eine Gemüsepflanze in ein Feld setzt, hast du schon das eine oder andere bedacht.

Du hast erfahren wie hoch die Pflanzen werden, ob gerade die richtige Jahreszeit für ihren Anbau ist, zu welcher Pflanzenfamilie sie gehören und wie viele Pflanzen in ein Feld passen.

Wenn du das alles weißt, ist es Zeit für die folgende Frage:

Solltest du pflanzen, säen oder vorziehen?

Die allermeisten Pflanzen säst du direkt in deine Felder:

zo zaai je in de Makkelijke Moestuin

Vorziehen

Einige Sommergemüsesorten, die keine Kälte vertragen (wie Tomaten oder Salatgurken) musst du innen vorziehen. Säst du sie erst, wenn es draußen warm genug geworden ist, ist es schon zu spät. Dann können die Pflanzen nicht mehr groß genug zum Ernten werden.

Diese Pflanzen ziehst du also im Zimmer vor. Wenn sie groß genug sind (und es draußen warm genug ist) pflanzt du sie in deinen Gemüsegarten aus.

voorzaaien in de Makkelijke Moestuin

Die meisten Leute ziehen ihre Pflanzen in Blumenerde vor. Da das längst nicht immer gut geht – und ich das außerdem immer leicht chaotisch und dreckig fand – mache ich es inzwischen in verschließbaren Plastikbehältern mit feinkörnigem Vermiculit.

Auf dem Foto oben links siehst du so eine Dose. Wenn die Sämlinge gut aufgegangen sind, pflanze ich sie in Töpfe mit GG-Substrat um, wie auf der rechten Hälfte des Fotos zu sehen. Das klappt super.

Pflanzen

Andere Pflanzen – in erster Linie Kräuter wie Petersilie – brauchen schrecklich lange, um sich aus einem Samenkorn in eine richtige Pflanze zu verwandeln, von der man ernten kann.

Da du davon nur ein paar Pflanzen brauchst, ist es hier einfacher, sie als junge Pflänzchen in deinen Kasten zu setzen. Die bekommst du für einen Appel und ein Ei im Gartencenter.

peterselie planten in de Makkelijke Moestuin

Das Einpflanzen von vorgezogenen oder gekauften Pflanzen in deinen Kasten ist simpel:

Mache mit der Pflanzschaufel ein Loch, indem du das Substrat beiseite schiebst, und setze die Pflanze hinein. Und zwar mit Wurzelklumpen und allem. Dann drückst du das Substrat wieder leicht an. Nicht zu fest, denn es soll ja luftig bleiben!

Die Pflege deiner Pflanzen

Nun weißt du also, wie du deine Kästen mit Gemüse füllst. Wenn du mit unseren Samen oder dem dem GG-Saatkalender arbeitest, ist alles selbsterklärend. Im folgenden Haupt-Kapitel „An die Arbeit“ erzähle ich dir darüber mehr.

Da du mit dem Kasten und dem Substrat auch sonst alles vorbereitet hast, brauchst du nach dem Säen und Pflanzen fast nichts mehr zu tun: Ein bisschen Gießen, eingewehtes Unkraut entfernen und ab und zu kontrollieren, ob alles in Ordnung ist. Ob sich in deinem Kasten kein Ungeziefer breit gemacht hat zum Beispiel, oder ob eine Pflanze vielleicht Hilfe braucht, um das Kletterspalier zu finden.

Nicht alle Pflanzen sind gleich und bei einigen gibt es ein paar zusätzliche Kleinigkeiten zu erledigen. Bei Tomaten musst du die Seitentriebe abknipsen, über ein Feld mit Buschbohnen stellst du ein Drahtgestell, damit sie Stütze haben und sich nicht zu den Seiten verselbstständigen. Hinweise dazu findest du unter den Beschreibungen der Gemüsesorten. Wenn du die App verwendest, weist diese dich auch darauf hin.

Und wenn es trotzdem mal nicht klappt?!

Es bleibt aber alles Natur und natürlich wird ab und zu einmal etwas schief gehen. Mal ist es zu kalt, mal zu nass, mal zu trocken oder zu warm, oder es zieht eine hungrige Schneckenfamilie vorbei, die du nicht rechtzeitig entdeckt hast.

Manchmal bleibt es auch unerklärlich! Du hast alles genau nach Lehrbuch gemacht, das Wetter ist perfekt und trotzdem gehen die Samen nicht auf oder ein Pflänzchen will partout nicht wachsen. Grrr!

Die ersten Male rauft man sich die Haare, aber glaube mir, mit der Zeit geht man gelassener damit um. Zudem es Ausnahmen von der Regel sind. Denn die meisten deiner Pflanzen werden hervorragend gedeihen – versprochen!

Und das führt mich zu dem Punkt weswegen wir das alles überhaupt tun:

Ernten im Genialen Gemüsegarten