Was macht man mit
einem zu tiefen Pflanzkübel?

In einen tiefen Pflanzkübel passt sehr viel GG-Substrat. Mehr als deine Pflanzen brauchen.

Schade um das teure Substrat! Also habe ich mir dazu etwas ausgedacht!

Jedes Jahr setze ich so viele selbstgezogene Tomatenpflanzen wie möglich ins Treibhaus und verwende daher jeden großen Topf, den ich finden kann.

Mein Pflanzkübel

Diesen alten Plastikkübel verwende ich schon seit Jahren.

Aber er ist tief,

sehr tief sogar.

In so einen Kübel passt jede Menge GG-Substrat. Viel mehr als nötig.

Den Pflanzen reicht davon eine 15 cm dicke Schicht. Es ist also wirklich Verschwendung, den ganzen Kübel mit dem teuren Substrat zu füllen. Also habe ich mir etwas ausgedacht.

Die Vorbereitung

Es verlangt allerdings ein wenig Vorbereitung:

Ich kaufe ein paar Sixpacks Bier und mache mir mit Freunden einen schönen Abend. Ich kaufe auch eine Plastik-Wasserflasche für den folgenden Morgen (!) Die leeren Bierdosen und die Flasche hebe ich auf.

Sobald ich wieder ansprechbar bin (Spaaaß :-), lege ich eine größere Menge Bierdosen in den Pflanzkübel.

Dann bedecke ich die Dosen mit (selbstgemachtem) Kompost.

Die obersten 20-25 cm fülle ich mit GG-Substrat auf. Das Substrat sackt nämlich immer ein wenig zusammen und so behalte ich sicher die nötigen 15 cm übrig.

Dann gieße ich. Ich mache die ganze Mischung schön feucht aber nicht klatschnass.

Zeit, die Pflanzen hineinzusetzen

In diesen Kübel setze ich drei Tomatenpflanzen. Das ist eigentlich recht viel, denn sie wachsen zu fast 2 m hohen Pflanzen heran. Aber ich habe aus den Samen dieser einen Tomate nun einmal viel zu viele Keimlinge gezogen und meine gesamte Familie ist schon eingedeckt. Sie einfach wegzuwerfen, finde ich schade.

Außerdem hat es in den vergangenen Jahren auch gut funktioniert. Anscheinend finden die Tomatenpflanzen im Substrat, das ich ab und zu mit einer großzügigen Schaufel Kompost anreichere, genügend Nahrung, um kiloweise wunderbare Früchte zu produzieren!

Den fertig bepflanzten tiefen Kübel stelle ich ins Treibhaus.

Wässern mit der Flasche

Dann schneide ich den Boden aus der Plastik-Wasserflasche und drücke diese kopfüber in das Substrat. Genau in die Mitte zwischen die drei Pflanzen. Den Schraubverschluss habe ich natürlich zuvor entfernt!!!

Ich fülle die Flasche mit Wasser, so dass es langsam in das Substrat sickern kann. Das ist ideal, denn so bleiben die Blätter der Tomaten schön trocken. Tomatenpflanzen mögen nasse Blätter nämlich nicht so sehr.

Jetzt brauchen sie nur noch zu wachsen!

PS:
Natürlich kannst du auch andere Getränkebüchsen als Bierdosen verwenden – das sollte nur ein Beispiel sein. :-) Und mit Ziegelsteinen geht es auch.