Essbare Oase (2/2)

Der Anfang meiner
essbaren Oase

April 2014

Wegen dem ganzen Stress der letzten Zeit – und vielleicht weil ich einfach zu Vieles erledigen wollte – hat mein eigener Garten ein wenig gelitten:

Während draußen die Vögel singen, die Bienen summen und die Sonne scheint, bin ich damit beschäftigt, Samen einzupacken, Vorziehsets und Bücher zu verschicken, dafür zu sorgen, dass die ersten GG-Kästen in den Schulen und zu Hause bei den Leuten korrekt abgeliefert werden... und ich hänge den halben Tag am Telefon. Das macht mir auch alles sehr viel Spaß, aber zum Gärtnern komme ich nicht wirklich.

Zum Glück habe ich einen Genialen Gemüsegarten und so ist es noch längst nicht zu spät, um den Schaden wieder gut zu machen oder sogar noch mit dem Säen zu beginnen. Denn im Gegensatz zu einem herkömmlichen Gemüsegarten kannst du einen Genialen Gemüsegarten fast jederzeit anlegen und erhältst binnen kürzester Zeit eine essbare Oase.

Meine neuen GG-Kästen

Mein Freund Sjoerd hat meine völlig verrotteten Gemüsekästen der ersten Stunde entsorgt. Daraufhin musste ich auf neue Kästen warten. Sobald die ersten Kästen beim Schreiner fertig wurden, haben wir sie selbst dort abgeholt.

Das Zusammenbauen war im Handumdrehen geschehen. Die meiste Arbeit bereitete noch das Befestigen der Bügel für die Kletterspaliere an den Kästen. Alles andere war einfach: Die Kästen werden mit 8 Inbusschrauben und einem Inbusschlüssel zusammengesetzt. Du stellst sie an die gewünschte Stelle und baust das Kletterspalier auf. Auch dazu verwendest du einen Inbusschlüssel. Dann noch das Netz hineinhängen und mit Kabelbindern befestigen – schon fertig.

7 Jahre altes GG-Substrat

Anschließend haben wir das 7 Jahre alte GG-Substrat (aus meinen ersten Kästen) in die neuen Kästen geschaufelt.

Im Gartencenter im Nachbardorf habe ich eine Reihe Pflanzen gekauft: Salat, Fenchel, Kohlrabi und Petersilie.

Außerdem lachten mich ein paar schöne Gartenblumen an – darunter ein Tränendes Herz, einige Veilchen und Glockenblumen. Da ich schon mal vor Ort war, habe ich die auch noch mitgenommen.

Des Weiteren habe ich gesät:

  • Verschiedene Sorten Salat
  • Möhren
  • Rote Beten
  • Rauke (Rucola)
  • Noch etwas Spinat und Feldsalat
  • Radieschen
  • Mangold
  • Palmkohl
  • Zuckerschoten, Erbsen und Knackerbsen

Außerdem habe ich noch ein schönes Säckchen biologische Pflanzzwiebeln auftreiben können. Die sehen super gesund aus, besser als die aus dem Gartencenter!

Blumen

Da wir ziemlich viele Kästen haben, füllen wir immer einen oder zwei mit Schnittblumen. Aber in diesem Jahr möchte ich sie stärker mit dem Gemüse mischen.

Salatköpfe und Rote Beten sehen gleich noch mal so hübsch aus, wenn dazwischen Veilchen und Ringelblumen blühen (erst recht, wo man die auch noch essen kann!). Außerdem locken alle diese Blumen viele Bienen und Hummeln an. Dies ist wiederum wichtig zur Befruchtung meiner Tomaten und Zucchini.

Mit Rindenmulch um die Kästen sieht der Garten gleich viel schöner aus!

In die Höhe

Der Geniale Gemüsegarten wird erst zu einer richtigen essbaren Oase wenn du damit auch in die Höhe gehst.

Mit meterhohen Sonnenblumen und Spalieren voller Tomaten, Zucchini, Bohnen, Duftwicken, Himbeeren und Zuckerschoten.

Meine Spaliere sind derzeit noch völlig kahl, aber das wird sich bald ändern: die ersten Knackerbsen und Zuckerschoten sind schon gekeimt.

Beim nächsten Mal also mehr dazu; ich halte euch auf dem Laufenden!