Ernten aus dem MEG: Ende Juli

De Mega-Opbrengst-Moestuinbak eind juni

In 2017 beweise ich dir, dass ich aus nur einem einzigen Gemüsebeetkasten frisches und biologische Gemüse im Wert von mindestens 150€ ernten kann.

Begonnen habe ich in der ersten Märzwoche, inzwischen ist es Anfang August.

Wie steht es also mit der Ernte aus meinem "Mega-Ernte-Gemüsekasten" (MEG)?

So sah es Ende April aus:

mega opbrengt moestuinbak eind april 2017
Der MEG am 28. April

So dann Ende Mai:

mega opbrengst moestuinbak eind mei 2017
Der MEG am 27. Mai

Und so Ende Juni:

mega opbrengst moestuinbak eind juni 2017
Der MEG am 30. Juni

Und so jetzt:

mega opbrengst moestuinbak eind juni 2017
Der MEG Ende Juli

Siehst du, dass der Kasten jetzt längst nicht so üppich grünt wie Ende Juni? Das liegt vor allem daran, dass viele der Fächer gerade frisch wieder eingesät sind.

Bisheriges Wachstum

Die meisten Kästen befinden sich im Hochsommer ein bisschen im Durcheinander. Es läuft immer noch prima aber für einige Gemüse ist es einfach zu warm, sie schiessen schnell durch oder sie werden gelblich.

Der Trick ist, häufig und viel zu ernten und die weniger schönen Exemplare mit aller Liebe herauszunehmen.

Da es in den letzten Wochen bei recht warmen Temperaturen wieder viel geregnet hat sind die Schnecken auch wieder kräftig auf dem Vormarsch.

Leider hatte ich das etwas zu spät im Blick. Es ist also wieder Zeit, tief in die Trickkiste zu greifen um gegen (Nackt)schnecken vorzugehen.

Was steht jetzt im Beetkasten?

Von links nach rechts:

Reihe 1:

Die Endivie beginnt schön schnell zu wachsen:

Der Asiatische Salat-Mix macht einen weniger guten Eindruck. Bei näherer Inaugenscheinnahme fand ich den Übeltäter:

Raupen auf Asiatischem Pflücksalat

Ich pflücke die Raupen also ab von meinem Salat, streue großzügig Pfeffer aus und bereite eine frische Ladung Knoblauchspray. Ich schau mir das Ganze noch eine Woche an und wenn die Pflanzen sich bis dahin nicht erholen, säe ich das Fach mit etwas anderem ein. Winterportulak zum Beispiel.

Und auf mit der Trickkiste gegen die Raupen des Kohlweißlings...

In das dritte Fach habe ich letzte Woche 9 Löcher mit Pflücksalat-Saaten gefüllt. Er kommt schon schön hoch und ich ernte die Blätter am liebsten wenn sie noch klein sind.

Die Salatköpfe aus dem vierten Fach habe ich schon Mitte Juli geerntet und vom Rucola, der nun dort wächst, ernte ich ab und zu ein paar Blätter. Rucola wächst zu dieser Jahreszeit längst nicht so schön wie im Frühjahr und schiesst schnell durch. Dennoch: jedes Blatt wird mitgenommen!

Reihe 2:

Die Rote Beete sieht prächtig aus und die meisten Knollen sind erntereif. Nicht alle sind richtig groß, also lasse ich die kleineren noch etwas länger stehen.

Rote Beete - reif für die Ernte

Im zweiten Fach steht nochmal Pflücksalat. Insgesamt vier Pflanzen, die ich zu großen Köpfen auswachsen lasse. Pflücksalat gedeiht im Hochsommer besser als Kopfsalat. Leider sind die Pflanzen von Schnecken angeknabbert worden. Auch diese Übeltäter habe ich bereits gefunden :-)

Im dritten Fach habe ich gerade frisch Römersalat eingesät und die letzten Möhren aus dem Fach habe ich letzte Woche geerntet.

Die letzten Möhren und Radieschen

Die Petersilie aus dem vierten Fach wächst erwartungsgemäß fröhlich weiter.

Reihe 3:

Der Mangold wächst nur langsam. Wahrscheinlich sind die Pflänzchen etwas angefressen worden.

noch zarte Mangold Pflänzchen

Der Schnittlauch ist in dieser Jahreszeit nicht mehr so schön aber sein Geschmack ist immer noch prima.

Der Palmkohl ist eine Delikatesse für Schmetterlinge: sie flattern daran auf und ab.

Die weitaus beste Lösung ist, das Blatt so schnell und so oft wie möglich zu ernten. Davon machst du die köstlichste Weiße Bohnensuppe:

Weiße Bohnensuppe mit Palmkohl und Zucchini

Die Überbleibsel der Pflanze verteidige ich mit Pfeffer- und Knoblauchspray, gleichermassen wie den Asiatischen Pflücksalat:

Im letzten Fach befinden sich Buschbohnen. Sie sind noch recht klein weil ich sie eigentlich mit Mitte Juli zu spät eingesät habe. Dafür sind sie aber schon ganz gut hochgekommen.

Reihe 4:

Die Kletterzucchini im zweiten Fach wird langsam sooo groß, dass ich das erste Fach nicht neu eingesät habe.

Die Kletterzucchini beschlagnahmt mittlerweile 2 Fächer

Im dritten Fach stehen die Schnittbohnen. Sie gewinnen immer noch keinen Preis im "Wettbewerb um die schönste Bohnenpflanze" aber über die bisherige Ernte kann ich nicht klagen. Inzwischen habe ich etwa ein halbes Kilo geerntet und die Bohnen wachsen weiter nach. Bestens!

Durchgehende Schnittbohnen-Ernte

In der letzten Juliwoche habe ich die ersten Tomaten geerntet. Im Handel bezahlst du dafür ein Vermögen: €3,75 für 250g. Und es hängen noch viele Sträuche an der Pflanze: da klingelt die Kasse .. :-)

Honigsüße Tomaten

Die Ernte im Juli

Alles was ich aus diesem Gemüsekasten ernte, wiege ich und schreibe es penibel auf :-)

Die Preise für biologisches Gemüse habe ich im Internet aufgesucht. Meistens nehme ich für den Preisvergleich die Angebote von großen Handelsketten aber einige Gemüse sind einfach nicht im Sortiment enthalten. Dann schaue ich weiter nach biologischen Supermärkten.

Auf einen Blick:

  • 90g Knackerbsen zu 3,99 Euro pro 150g = 2,40 Euro
  • 625g gemischter Salat zu 2,29 Euro pro 200g = 7,15 Euro
  • 140g Petersilie zu 1,49 Euro pro 15g = 13,90 Euro
  • 45g Schnittlauch zu 1,39 Euro pro 25g = 2,50 Euro
  • 45g Rucola zu 0,99 Euro pro 40g = 1,10 Euro
  • 475g Palmkohl zu 3,98 Euro pro 500g = 3,80 Euro
  • 410g Schnittbohnen zu 2,69 pro 300g = 3,65 Euro
  • 180g extra süße Kirschtomaten zu 3,75 Euro pro 250g = 2,70 Euro
  • 2 Bund Radieschen zu 1,49 Euro pro Bund = 3 Euro
  • 3 Zucchini zu 1,79 Euro pro Stück = 5,35 Euro
  • 1 grosses Bund Möhren zu 3,50 Euro = 3,50 Euro

Totaler Ernteertrag im Juli: 49,05 Euro

Ernteertrag April: 2 Euro
Ernteertrag Mai: 23 Euro
Ernteertrag Juni: 51,30 Euro

Totaler Ernteertrag bis Ende Juli: 125,35 Euro

Das kommt schon ganz in die Richtung von 150 Euro. Wenn es so weitergeht, schießen wir sogar über's Ziel hinaus :-)

Oogst moestuinbak op 30 juni

Wie es weitergeht

Es bleibt in nächster Zeit noch angenehm warm, wenn auch mit einigen Regentagen. Gut für den Gemüsegarten? Teils teils! Denn der Regen kann unserer Nahrung aus dem Garten den Garaus machen. Oder besser gesagt: unseren Tomaten!

Tomatenpflanzen sind bei feucht-warmem Klima besonders anfällig für die gefürchtete Kartoffelfäule. Das Blatt wird dann braun, der Stengel fleckig und die Tomaten verfärben sich bräunlich noch bevor sie reif werden.

Die Pflanzen stecken sch rasend schnell gegenseitig an, daher laufe ich regelmäßig mit der Lupe an den Pflanzen entlang.

So weit so gut! Ich drücke die Daumen, dass alles so gut weiterläuft, dann kann ich Ende August wieder ein paar Euro gutschreiben.

Bis dann!

PS:
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