Essbare Oase (1/2)

2014: Das Jahr der
essbaren Oase!

Ende März 2014

Jedes Jahr blicke ich gespannt der wundersamen Verwandlung meines Genialen Gemüsegartens entgegen.

Am Anfang des Jahres stehen da eine Reihe kahler Kästen und alles wirkt noch ziemlich fantasielos. Doch schon binnen weniger Monate ist alles bewachsen, sind die kahlen Kletterspaliere zu grünen Wänden mutiert und quellen die Kästen von köstlichem Gemüse und wunderschönen Blumen regelrecht über.

Tatsächlich eine essbare Oase für die tägliche Ernte!

Ende März 2014: Raus in den Garten!

Es gab so viel zu tun, dass ich im Haus praktisch festsaß: entweder vor dem Computer oder beim Versenden von Päckchen.

Derweil war draußen herrliches Wetter und auf Facebook kamen jede Menge tolle Fotos von Leuten herein, die der Community voll Stolz ihre ersten Keimlinge präsentierten. Während mein eigener Garten noch fast genauso aussah wie einen Monat zuvor.. :-)

Wirklich höchste Zeit, endlich aktiv zu werden!

Auch für Robbin eine gute Sache, denn der nennt sich seit Neuestem „Gemüsegarten-Ninja“. Zeit, das auch mal zu verwirklichen.

Da ich euch in diesem Jahr zeigen möchte, wie leicht sich aus ein paar Kästen der wunderbarste (Gemüse-)Garten zaubern lässt, werde ich ganz besonders darauf achten, wie es hinterher wohl aussieht. Schließlich bin ich nicht umsonst Designer.

Meine ersten Gemüsekästen

Bereits letzte Woche haben wir begonnen, die Kästen sauber zu machen und mit Kompost aufzufüllen.

Leider musste ich dabei feststellen, dass meine Kästen der ersten Stunde tatsächlich unbrauchbar geworden waren. Ich hatte sie seinerzeit mit gewöhnlichen, vom Bau unseres Hauses übrig gebliebenen Gerüstplanken aus Kiefernholz gebaut. Schon letztes Jahr sah das Holz ziemlich morsch aus, aber nach diesem Winter fiel alles fast auseinander.

Das ist nicht weiter verwunderlich, denn Kiefer ist eine ziemlich weiche Holzsorte. (Das meiste Gerüstbauholz, das man heute im Handel findet, ist sogar Fichtenholz. Das hält noch weniger lang.)

Also werde ich diese Kästen jetzt durch unsere eigenen GG-Kästen ersetzen.

Sie bestehen aus Douglasienholz, das wesentlich langlebiger ist. Ende der Woche können wir sie beim Schreiner abholen.

Zum Glück kommt Sjoerd (noch ein guter Freund) uns bei alledem helfen. (Sjoerd ist auch noch Gärtner, passt also!)

Zuerst haben wir die Kästen geleert und die Pflanzen, die den Winter überlebt haben (ich höre dich schon fragen: welchen Winter?) herausgeholt und in einem anderen Kasten untergebracht.

Das GG-Substrat haben wir auf eine große Plane geschüttet, denn das wandert gleich wieder in die neuen Kästen.

Dieses Substrat verwenden wir nun schon seit 7 Jahren! Zwischendurch ist es nur immer wieder mit Kompost angereichert worden.
Und es sieht immer noch super aus: schön locker und luftig. Zudem voller Regenwürmer!

Anschließend hat Sjoerd die Spaliere und Kästen abtransportiert, die alte Unkrautplane, das Gras und die Fliesen entfernt und den ganzen Boden schön eingeebnet. Das hatte ich 2007 nicht gemacht.

Zum Schluss haben wir ein großes neues Stück Antiwurzeltuch ausgebreitet (von der gleichen Art, wie wir es jetzt mit unseren Kästen mitliefern) und schon war die Fläche zum Aufstellen der Kästen bereit. Die kommen also Ende der Woche.

Zum Glück haben wir noch ein paar andere Kästen, in denen ich bis dahin meine wiedererwachte Gartenlust ausleben kann.

Weitere Aufräumarbeiten

Während Sjoerd im Schweiße seines Angesichts schuftete, haben Robbin und ich uns um ein paar andere Dinge gekümmert.

Das Gewächshaus musste dringend aufgeräumt und alle Schildchen eingesammelt und gereinigt werden (so langsam haben wir davon ziemlich viele!), außerdem galt es die Kletterspaliere von letzten Pflanzenresten zu befreien.

Und natürlich müssen die Kästen noch mit ganz viel wunderbarem Gemüse gefüllt werden.

Zuerst habe ich im Gartencenter die ersten Petersilien- und Salatpflanzen geholt (so können wir schon bald mit der Ernte beginnen) und dann habe ich zu säen begonnen.

Da wir gerade so mildes Wetter haben, säe ich das Gemüse, das eigentlich im April erst dran wäre, jetzt gleich mit. Ich säe:

  • Kopf-, Pflück- und Feldsalat
  • Spinat
  • Rauke (Rucola)
  • Radieschen
  • Neuseelandspinat
  • Mangold
  • Möhren
  • Frühlingszwiebeln
  • Palmkohl
  • Rote Beten
  • Knackerbsen
  • Zuckerschoten
  • Erbsen

Und eine Reihe von Feldern fülle ich mit Pflanzzwiebeln; in diesem Jahr habe ich sehr schöne biologische gefunden!

Zusammen mit den übriggebliebenen Pflanzen aus den altersschwachen Kästen sieht das Ganze nun schon ganz ordentlich aus. Man kann bereits erkennen, dass daraus ein essbarer Garten werden soll.

Kurzum

Hiermit hoffe ich in diesem Jahr zeigen zu können, dass du einen ziemlich kleinen Garten (6 x 9 m) sehr rasch in einen üppigen Gemüsegarten verwandeln kannst, der mindestens so schön wie ein Ziergarten aussieht, wenig Zeit und Mühe kostet und der dich über viele Monate mit Essen versorgt.

Gemüse aus dem eigenen Garten oder Vorgarten: wie toll ist das?

Wir sind bereit! In ein paar Monaten wirst du diesen Garten nicht mehr wiedererkennen!